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Waschmaschinen als Keimschleudern

Keime können Waschgänge bis zu 65 Grad überstehen.

Ein Forschungsteam des Instituts für Hygiene und öffentliche Gesundheit an der Universitätsklinik Bonn hat herausgefunden, dass über handelsübliche Waschmaschinen Keime übertragen werden und diese sogar Resistenzen untereinander übertragen können. Die Wissenschaftler untersuchten in einer Baby-Intensivstation eines Krankenhauses, wie es dort in den Jahren 2012 und 2013 zur Verbreitung des Bakteriums Klebsiella kommen konnte. Nachdem verschiedene Übertragungswege ausgeschlossen werden konnten, stellte sich schließlich die auf der Station genutzte Waschmaschine als Herd der Vertreitung heraus.

Bakterien, die einen Biofilm entwickeln, können in der Maschine Temperaturen bis zu 65 Grad Celsius überleben und so mit der frisch gewaschenen Kleidung wieder auf den Menschen gelangen. Sind erst einmal multiresistente Keime in die Waschmaschine gelangt, kann eine solche "horizontale Übertragung" von resistenten Genen zwischen Bakterien auch im privaten Bereich erfolgen - darauf weisen die Forscher hin. Ihre Empfehlung: Wer Angehörige pflegt oder Menschen, die offene, insbesondere eitrige Wunden oder eine Infektion haben, sollten ihre Wäsche mit hohen Temperaturen waschen oder auf ein Desinfektionswaschmittel zurückgreifen.