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Das Problem mit dem Schnarchen

Protrusionsschienen sind eine Möglichkeit von mehreren, dem Schnarchen Herr zu werden.

Schnarchen ist ein ernstzunehmendes Problem – für den Schnarchpatienten ebenso wie für Partner, der - um seine Bettruhe gebracht – selbst gesundheitliche Einbußen fürchten muss. Bei der Behandlung des Schnarchens können mehrere Wege zum Ziel führen, wie in der „International Classification of Sleeep Disorders“ nachzulesen ist.

Ist das Schnarchen erst einmal als solches disgnostiziert, gibt es die Möglichkeit einer konservativen, einer apparativen oder einer operativen Behandlung. Welche Form beim jeweiligen Betroffenen zum Einsatz kommt, muss anhand der Anamnese individuell geklärt werden. Bei der Entscheidung für eine konservative Herangehensweise, rät der Arzt meist zunächst zu einer Gewichtsreduktion. Ebenso sollte der Patient auf Schlafmittel und den Konsum von Alkohol vor dem Zubettgehen verzichten.

Leidet der Betroffene an einer Verengung des vorderen Nasenbereichs, kann im Bereich der apparativen Behandlung ein Nasenspreizer (im Fachjargon Nasendilatator) hilfreich sein. Ein anderes Hilfsmittel ist eine sogenannte Protrusionsschiene. Dabei handelt es sich um einen Kunsstoffabdruck der Ober- und Unterkieferzähne, die über ein Gelenksystem verbunden sind. Mit Hilfe der Schiene wird der Unterkiefer und die Zunge des Patienten nach vorne positioniert, wodurch Verengungen im Rachenraum gelockert und das Atmen erleichtert wird.

Rührt das Problem vom hinteren Gaumen („Weichgaumen“) kann eine Operation sinnvoll sein. Bei der sogenannten Radiofrequenz-Therapie wird - unter örtlicher Betäubung – eine energieabgebende Sonde in den Gaumen eingeführt, mit deren Hilfe eine Straffung des Gaumens erreicht wird. Auch durch den Einsatz von Implantaten im hinteren Gaumen kann dem Schnarchen ein Ende gesetzt werden. Versprechen die genannten Behandlungen keinen Erfolg, kann auch eine sogenannte „Uvulopalatopharyngoplastik“ (Die „Uvula“ bezeichnet das im Volksmund bekannte „Zäpfchen“) vorgenommen werden. Bei dieser Operationsform wird unter Vollnarkose Gewebe aus dem Rachenbereich entfernt. Da es hierbei um einen relativ stark invasiven Eingriff handelt, ist die Indikation für eine solche Operation sehr eng gefasst.